Archiv für das Stichwort 'MDR-Programm'

Mit Dampf ins Jahr 2012 – hoffentlich auch im MDR-Programm

Die besten Wünsche an alle “Bahnzeit-Freunde” und Unterstützer der Aktion “Rettet die Bahnzeit” zum neuen Jahr, für Gesundheit und viel Erfolg bei den eigenen Vorhaben.

Der MDR hat sich “zwischen den Jahren” wieder bemüht, mit einigen interessanten Programmpunkten rund um die Eisenbahn für Abwechslung und Unterhaltung zu sorgen. Dieses Bemühen des Senders nehmen wir gleichwohl zum Anlass, weiterhin auf allen uns zur Verfügung stehenden Wegen die regelmäßige Präsenz der vielfältigen Eisenbahnlandschaft in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen im Programm einzufordern. Wir würden uns freuen, wenn Sie uns dabei (wie bisher) tatkräftig unterstützen.

Sind Eisenbahninteressierte “Nachteulen”?

Zumindest geht der MDR davon aus. Am Sonntag, 31. Oktober, brachte der Mitteldeutsche Rundfunk in seinem Programm ab 23.30 Uhr in einem 160-minütigem Programmblock die “Lange Nacht der Eisenbahn”. Nun gut, bei diesem Titel kann man natürlich nicht erwarten, dass diese am Nachmittag oder frühen Abend gesendet wird.

Haben Sie die Sendung gesehen? Ich leider nicht, daher kann ich naturgemäß auch nicht den Inhalt der Sendung kommentieren.
Ob ein Marktanteil mit 3,3 % (übersetzt sind das nach der Quotenstatistik etwa 30 000 Zuschauer in dieser Sendezeit) den Erwartungen des MDR entspricht, ist als Außenstehender schwer zu beurteilen. Leider wurde aber für diese Sendung die Veröffentlichung in der MDR-Mediathek nicht vorgesehen, damit bekommen nun die “Nicht-Nachteulen” auch nicht die Möglichkeit, sich diese Sendung noch einmal anzusehen.

Es spricht natürlich nichts grundsätzliches gegen ein solches Format, in einer Nacht mal ein Thema intensiver zu beleuchten. Die Idee ist gut, doch wenn es wie am Beispiel Eisenbahnberichterstattung, beinahe zur alleinigen Veranstaltung im Jahr wird, ist es eben nicht ausreichend. Als noch, wie bis Dezember 2009, jeden Monat eine Sendung “MDR-Bahnzeit” über den Bildschirm flimmerte, war eine “Lange Nacht” auch eine gute Möglichkeit, eine Zusammenfassung des Jahres oder bestimmter Themen zu bieten. Doch im Jahr Eins ohne “Bahnzeit” fehlt dies – ganz davon abgesehen, dass der MDR bewusst (um nicht sogar zu vermuten “mit Absicht”) interessanten Themen für eine Berichterstattung aus dem Weg gegangen ist.

Braucht es dann in Zukunft eine “Lange Nacht der Eisenbahn”? Ja klar, als Höhepunkt und interessanten Programmblock schon.

Aber bitte in Verbindung mit einer regelmäßigen, mindestens monatlichen Berichterstattung. Ansonsten wird das zur Alibiveranstaltung getreu dem Motto: “… wir haben ja was über Eisenbahn gezeigt, aber es wollte ja keiner sehen!” Das Ziel, liebe Programmgestalter beim MDR, habt ihr erreicht.  Quod erat demonstandum.

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Signale werden gestellt

Am 20. Juli hatten Helge Scholz und ich ein längeres Gespräch mit zwei Mitgliedern der Landesgruppe Sachsen im MDR-Rundfunkrat. Herr Staatssekretär Weimann und Herr Böhme (Landestourismusverband Sachsen e.V.) diskutierten mit uns über die Aktion “Rettet die Bahnzeit”, über Hintergründe und Absichten beim MDR zu diesem Thema und natürlich auch über ihre Arbeit als Rundfunkräte. Die große Beteiligung von Zuschauern der Sendereihe “MDR-Bahnzeit” hat nach ihren Aussagen jedenfalls nicht nur den MDR und die Entscheidungsträger in der Sendezentrale der Rundfunkanstalt überrascht, sondern auch die Rundfunkräte selber.

Erfreut hörten wir natürlich die Botschaft, dass es in der Prgrammplanung des MDR das Vorhaben gibt, ab Herbst diesen Jahres wieder eine regelmäßige Eisenbahnsendung zu produzieren – zunächst zwar nur jeden zweiten Monat zu je 30 Minuten, aber ergänzt durch weitere Sendungen im Programm mit einem klaren thematischen Bezug zur Eisenbahn im Sendegebiet des Mitteldeutschen Rundfunks.

Sobald wir diese Aussage verbindlich seitens des MDR vorliegen haben, werden wir dies gern hier den Unterstützern der Aktion zur Kenntnis geben. Hoffen wir, dass die Signale richtig gestellt sind.

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Halbzeit bei der WM. Bleibt der MDR am Ball?

Wir erinnern uns in diesen Tagen, da die Fußball-WM in Südafrika aus der Vorrunde in die finale K.O.-Runde einbiegt, der Worte des MDR-Unternehmenssprechers in seinem Schreiben vom 11. März“… nach der Fußball-WM …” war da zu lesen, als ob dieses sportliche Ereignis für den MDR einen besonderen “Gipfel” darstellt, über dessen dahinter liegendes Gebiet man erst sprechen könne, nachdem man ihn bewältigt hat. Nun sind Eisenbahnfreunde durchaus auch fußballinteressiert (sicher nicht alle, aber dem Durchschnitt der Bevölkerung entsprechend) und werden vielleicht auch bis zum 11. Juli ein interessantes Match auf dem Rasen einer Eisenbahnsendung vorziehen.

Doch wie geht es nach der Weltmeisterschaft weiter? Pfingsten liegt einen Monat zurück, seitdem war die Eisenbahn wieder seltener im Programm. Also “… nach der Fußball-WM …” ist schon sehr bald!

Kommt die Berichterstattung über die Eisenbahn im allgemeinen und deren touristisch wertvollen Einheiten im Sendegebiet wieder ins Programm und bleibt der MDR damit am Ball? Oder waren die verstreuten Sendungen nur “Schwalben”, offenbart der MDR hier Schwächen im Durchhaltevermögen? Mauert sich der Heimatsender weiter ein, oder geht er mit frischem Wind in die Offensive? Vielleicht muss man auch mal über Auswechslungen nachdenken, wenn die Mannschaft nicht das umsetzt, was der Teamführer vorgibt!

Sehr geehrter Herr Prof. Reiter, kommt der MDR nicht bald in die Gänge, ist die Zeit, in der wir unsererseits die Bälle flach halten, langsam vorbei. Da ist das Spiel schon weit in der zweiten Halbzeit.

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Osterzeit ist auch Eisenbahnzeit

Naja, für Eisenbahninteressierte ist das nun keine besondere Neuigkeit. Aber wenn mit diesen Worten die Programmankündigung für eine Sendung am Karfreitag, den 2. April, im Rahmen eines insgesamt dreieinhalbstündigen Sendeblocks von, mit und über Eisenbahnen beginnt – da kommt man schon ins Staunen.
Fast zur zuletzt üblichen “Bahnzeit”-Sendezeit beschliesst die Sendung “Faszination Dampflok – Mit dem Zug in den Frühling” (Link) eine Staffel mit fünf bahnlastigen Themen. Spielfilm, Reportage, Magazin – alles dabei.

Will der MDR die Interessenlage testen? Hat man erkannt, dass man doch selbst aus der Konserve und mit aktuellen Ereignissen eine ganze Menge Programm mit stählernen Rädern auf stählernen Schienen füllen kann? Da kann man ja fast nur hoffen, dass das Wetter nicht so toll ist und die Menschen lieber vor der Glotze sitzen (denn eine spätere Nutzung der Mediathek zählt ja nicht für die Quote der Sendungen).

Fast wird einem ein bisschen unheimlich bei dieser Ballung an einem Tag und der Vorstellung, was sich der MDR für ein Potential an Zuschauern entgehen lässt. Jeden Monat einmal dreißig Minuten ist das Minimum, um über das reichhaltige Angebot in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen wenigstens ganz an der Oberfläche kratzend zu berichten.

Staunen wir noch einmal:

Ob Sonne oder Nebel, ob Schmalspurlok oder Schnellzuglokomotive, die Faszination Dampflok ist ungebrochen.

Zumindest die Redakteure der Sendungen scheinen die Bedeutung der Eisenbahn für die Zuschauer des MDR erkannt zu haben. Ein Lichtblick vor Ostern.

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