Archiv für das Stichwort 'Auf schmaler Spur'

Preß´-Kurier: Eisenbahn im MDR-Fernseh-Programm? Nein, nicht relevant!

PK 124, S. 11 "Pro Eisenbahn im MDR-Fernsehen": Eisenbahn im MDR-Fernseh-Programm? Nein, nicht relevant!

PK 124, S. 12 "Pro Eisenbahn im MDR-Fernsehen": Eisenbahn im MDR-Fernseh-Programm? Nein, nicht relevant!

Gerücht: “Auf kleiner Spur” und “Auf schmaler Spur” ohne Fortsetzungen

Am gestrigen 9. Januar – man könnte fast meinen, man säße im falschen Zug – ereilte uns das Gerücht, die beiden Sendeformate “Auf kleiner Spur” und (quasi der inoffizielle “Bahnzeit-Nachfolger”) “Auf schmaler Spur” würden mit sofortiger Entscheidung der Fernsehdirektion eingestellt und fänden im weiteren Programm des Jahres 2012 keine Fortsetzung.

Da die Informationen über Eisenbahnfreunde weitergeleitet wurde, die diese aus dem jeweiligen Umfeld der Sendungsmacher (sprich Redaktionsmitarbeiter) bekommen hatten, fällt es schon schwer nur an ein Gerücht zu glauben. Als Begründung sei genannt worden, einerseits wären diese Sendungen nichts für das Familienprogramm (in dem sie bisher redaktionell angesiedelt gewesen wären), andererseits müsse der MDR weiter intensiv sparen und diese Sendungen hätten ohnehin zu wenig Zuschauer weshalb man sie auch einstellen könne.

Weil es bisher keine offiziellen Mitteilungen des MDR dazu gibt, haben wir uns ad hoc entschlossen, bei den “Briefpartnern” im Mitteldeutschen Rundfunk einfach einmal nachzufragen: Richtig oder Falsch?

Mal sehen, wie schnell wir weitere Informationen dazu bekommen?

2 Kommentare

Wer hats gesehen?

Eisenbahn im Fernsehen und keiner hats mitbekommen? Kann schon mal passieren, seit der MDR versucht, seine Beiträge über die Bahnen im Lande, wie zuletzt am Beispiel der Harzer Schmalspurbahnen zu erleben gewesen war, im Programm zu verstecken. Vorankündigung? Fehlanzeige. Na gut, wegen fünf Minuten im Nachmittagsprogramm wird keine Programmzeitschrift auch nur einen Einzeiler dafür einschieben. Und eine Zusammenfassung zu einer halben Stunde Programm ist zwar schon eine beachtliche Sendeleistung. Aber wer hat das schon in seinem “Fernsehfokus”?

Es hilft nichts – nur regelmäßige Sendungen haben ihr festes Publikum, alles andere ist der hilflose Versuch, das Thema Eisenbahn weiter zu besetzen. Aber während die “MDR Bahnzeit” ja wenigstens regelmäßig in der MDR-Mediathek gelandet ist, hat dies von drei bekannt gewordenen Sendungen “Auf schmaler Spur” nur die Erstausgabe mit der Berichterstattung über die Preßnitztalbahn geschafft. Warum das so ist, ist schwerlich zu verstehen. Aber auch hier hilft die Erkenntnis, dass der Mensch ein Gewohnheitstier ist. Für die Online-Redakteuere wird die Sendung wohl zu selten vorkommen, um zu registrieren, dass es ein wiederkehrendes Format sein soll.

Eisenbahn kommt im Programm des MDR vor. Etwas anderes zu behaupten wäre strikt falsch. Aber es bekommt leider keiner mit. Und das liegt an den Sendezeiten (die nach wie vor für die eigentliche Zielgruppe unpassend sind), der fehlenden Regelmäßigkeit und Häufigkeit sowie an der Bekanntmachung bei den potentiellen Zielgruppen. Dazu bräuchte es nur eines kleinen Schrittes seitens der Programm-Macher. Nämlich hin zu den Interessenten.

Mal sehen, ob das Jahr 2011 Besserung bietet.

Allen Freunden der Aktion “Rettet die Bahnzeit” ein guten Rutsch und erfolgreichen Start ins Jahr 2011.

Preß´-Kurier: Neue Mitglieder in der MDR-Führungsmannschaft

Beitrag im Heft 116 (5/2010) (Oktober/November 2010) der Zeitschrift “Der Preß´-Kurier” [ISSN 1439-1406],
erschienen am 15. Oktober 2010

PK 116, S. 14 "Rettet die Bahnzeit": Neue Mitglieder in der MDR-Führungsmannschaft

PK 116, S. 14 "Rettet die Bahnzeit": Neue Mitglieder in der MDR-Führungsmannschaft

MDR wieder mal “auf schmaler Spur” unterwegs

Vom 6. bis 10. September hatte der MDR nun ein zweites Mal in diesem Jahr im Nachmittagsprogramm die “schmale Spur” dabei. Bahnzeit-Redakteur Christian Görzel zeichnete wieder für die jeweils rund fünfminütigen Einspieler innerhalb der Sendereihe “Hier ab Vier” verantwortlich. In gewohnter sympathischer Dynamik wurde diesmal die Lößnitzgrundbahn zwischen Radebeul Ost und Radeburg ins Visier genommen, dabei kamen die zahlreichen touristischen Highlights entlang der Strecke natürlich nicht zu kurz. Schließlich sollte auch auf das am Wochenende stattfindende Schmalspurbahnfestival bei der Lößnitzgrundbahn hingewiesen werden.

Selbstverständlich blieb dabei der eine oder andere Hinweis auf den Unfall beim Fest im vergangenen Jahr nicht aus, aber sehr deutlich wurde gezeigt, dass es dem MDR-Fernsehteam darum ging, den Menschen Lust auf einen Besuch bei der Schmalspurbahn zu machen. Und das sollte schließlich auch die Aufgabe des MDR sein, sind doch auch hier wieder unzählige ehrenamtlich aktive Menschen im Einsatz, die Sachsen damit wieder ein Stück attraktiver machen.

Sicherlich werden wir, in Zeiten der Mehrfachverwertung durchaus zu erwarten, einen Zusammenschnitt der einzelnen Teile zu sehen bekommen. Doch stellt sich natürlich prompt die Frage, warum derartige Beiträge in solchen homöopathischen Mengen geliefert werden. Mitteldeutschland hat so viel zu bieten, da kann man monatlich auf Eisenbahnreise gehen. Dass man die Schmalspurbahnen gelegentlich auch als Hintergrundkulisse für Volksmusiksendungen nutzen kann, zeigte die Sendung “Volldampf durch die Heimat” (am 10. September, 20.15 Uhr).

Die nächste “Bewährungschance” für den MDR wäre zum Beispiel vom 15. bis 17. Oktober gegeben, wenn im Zittauer Gebirge die Veranstaltung “Benefiz Historik Mobil” stattfindet, nachdem zum eigentlichen Termin die Wassermassen das Hauptevent des Jahres der Region regelrecht davon spülte. Nach seiner “Nichtpräsenz” Anfang August könnte der Sender damit nicht nur seiner eigentlichen Aufgabe der Information nachkommen, sondern auch mithelfen, den wirtschaftlichen Schaden aus der Hochwasserwelle zu mildern.
Wir würden uns gern positiv überraschen lassen, liebe Programmgestalter beim MDR.

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